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​105 Jahre Vereinsgeschichte

Aus Tradition erfolgreich!

Michael Blazek ist ein jahrzehntelanger Wegbegleiter und bereits über Familiengenerationen mit WAT Atzgersdorf verbunden! Über viele Jahre hat er Wissenswertes, Kurioses und Sehenswertes über WAT Atzgersdorfer als Bild- und Geschichten-Sammlung zusammengetragen. Michl wird liebevoll als "Vereinshistoriker" bezeichnet. Er versteht es Anekdoten aus dem Vereinsleben pointenreich und authentisch wieder zu geben. Von ihm stammt auch diese zeitchronologische Kurzzusammenfassung.

WAT Atzgersdorf wird als Turnverein gegründet (1912-1920):

1912 wurde der „Allgemeine Turnverein Atzgersdorf“ gegründet. Der Ausdruck „Allgemein“ wurde von den Arbeitersportlern damals oft verwendet, um der Verfolgung von Polizeispitzeln zu entgehen, die in der Bezeichnung „Arbeiter“-Turnverein eine Verbindung zu Anarchisten vermutet hätten.

Der erste Obmann der Atzgersdorfer Turner war Ludwig Kirschner. Die Gründer waren mit dem hehren Vorsatz angetreten, die Jugend „aus den Bierhallen“ zu holen, und eine sinnvolle Freizeitgestaltung anbieten zu können. Dieses Ziel hatte durchaus profane Hintergründe. Zum Einen befanden sich die ersten Sportstätten der Arbeiterturner in den Festsälen und Gärten von Gasthäusern, und zum anderen gab es für die Arbeiter nach einem meist zehn- bis elfstündigen Arbeitstag kaum Möglichkeiten, in Ihrer ohnehin kargen Freizeit einen Ausgleich zu Ihrem anstrengenden Tagwerk her zu stellen.

In den ersten Jahren widmete man sich vor allem dem Turnsport, wobei es von Anfang an bemerkenswerter Weise auch schon einen Frauen-Turnwart gab. Den ersten Dämpfer für den noch jungen Verein stellte der erste Weltkrieg dar (1914-1918).

WAT Atzgersdorf nach dem ersten Weltkrieg (1920-1930):

Der Umtriebigkeit der Funktionäre tat dies aber keinen Abbruch. Anfang der 20er-Jahre widmete man sich auch verschiedenen Ballsportarten, 1922 konnten die Atzgersdorfer den Bezirksgruppen-Meister im Faustball stellen. Man betrieb auch Raffball, ein dem Rugby nicht unähnliches Spiel, das sich damals großer Beliebtheit erfreute. Beide Sportarten bildeten die Basis für die spätere Orientierung zum Handball.

1927 fand die 15-Jahr-Feier des, wie er jetzt schon hieß, „Arbeiter-Turn- und Sportvereines Atzgersdorf“ statt. Obmann war hier Rudolf Tremmel. In seinem Turnrat finden sich schon einige Namen, die bis nach dem 2. Weltkrieg die Geschicke des Vereines mitbestimmt haben, wie Alois Klauer, die Gebrüder Burian und Johann Wiche.

WAT Atzgersdorfer ist Olympiasieger im Raffball (1930-1940):

Einen sportlichen Höhepunkt der besonderen Art stellte die Arbeiterolympiade, das weltgrößte Sportfest der Arbeitersportler, dar, die im Sommer 1931 anläßlich der Eröffnung des Wiener Praterstadions stattfand. Die österreichischen Arbeitersportler gewannen damals alle Bewerbe in den Ballsportarten, wobei die Atzgersdorfer den Sieg im Raffball erringen und sich fortan „Olympiasieger“ nennen konnten.

Dann folgte das Jahr 1933. Der Republikanische Schutzbund und die zuvor aus der Arbeiterbewegung hervor gegangenen Wehrturner wurden verboten. Viele Funktionäre der Arbeiterbewegung wurden in Anhaltelager gebracht. Die Ereignisse fanden am 12.Februar 1934 ihren dramatischen Höhepunkt. Die Angehörigen des Schutzbundes begaben sich zu ihren Sammelplätzen, wovon sich einer am Atzgersdorfer Sportplatz in der jetzigen Steinergasse befand. Hier trafen sich auch Funktionäre der Atzgersdorfer Arbeitersportler.

In der Folge wurden alle sozialdemokratischen Organisationen aufgelöst, so auch die der Arbeitersportler. Viele der Funktionäre wurden verhaftet. Einige begaben sich in die Illegalität, um mit Gesinnungsgenossen den Faschismus zu bekämpfen. Dann kam das Grauen des 2.Weltkriegs…

WAT Atzgersdorf im Wiederaufbau (1945-1955):

Nach dem Kriegsende trafen Sportler und Funktionäre wieder zusammen. Viele kamen aus der Kriegsgefangenschaft. Der erste Turnrat konstituierte sich. Der erste Obmann nach dem Krieg war Alois Becker. In seinem Turnrat befanden sich, unter anderen, junge Sportler, wie Helmut Ehmayer, Alfred Urban, Kurt Berndl und Hans Lackner, der ihm als Obmann folgen sollte. Weiters noch Hans Rudavsky, der sowohl als Turn- als auch als Handball-Funktionär tätig war und später dann lange Jahre als Kassier die Finanzgebarung des Vereins leitete, sowie der spätere Ehrenobmann Josef Felkl.

Gemeinsam mit den Fussballern von Vorwärts bauten die Atzgersdorfer Sportler das ASKÖ-Heim in der Steinergasse auf. Alle legten Hand an.

Im Jahre 1957, dem 65. Jahr des Bestehens der Arbeitersportbewegung, und zum 45-jährigen Jubiläum des Arbeiterturnvereines Atzgersdorf, konnte die neue Heimstätte eröffnet werden.

WAT Atzgesdorf feiert erste große Erfolge im Handballsport (1955-1970):

Sportlich widmete man sich dem Handball, sowohl bei den Frauen, als auch bei den Männern. Zuerst hauptsächlich auf dem Feld, später dann auch in der Halle. Viele der damals tätigen Sportler gaben ihre Einstellung auch an ihre Kinder und Enkel weiter, sodass etliche der aus dieser Zeit bekannten Namen auch heute noch im Vereinsgeschehen des WAT Atzgersdorf vorkommen.

Den größten sportlichen Erfolg der Handballsektion gab es im Jahr 1962 zu feiern. Die Herren des WAT Atzgersdorf wurden Hallen-Staatsmeister. Dieser Titel kam für viele durchaus überraschend zu stande, war doch die Mannschaft in dieser Saison als Aufsteiger erstmals in der Wiener Liga tätig. Als Wiener Meister qualifizierte man sich für die Staatsmeisterschaft, die damals in Turnierform ausgetragen wurde. Dort konnten die Atzgersdorfer Handballer die großen Favoriten vom ATSV Linz in Schach halten.

Als Österreichischer Meister wurde auch für den Europacup genannt. Dieses Abenteuer führte die Mannschaft nach Tata, wo mangels einer geeigneten Halle in der ungarischen Hauptstadt das Spiel gegen Meteor Budapest ausgetragen wurde. Die Begegnung ging leider verloren, und weil es im Europacup zu dieser Zeit noch kein Retourspiel gab, waren die Atzgersdorfer ausgeschieden.

WAT Atzgersdorf bekommt eine "Heimhalle" (1970-1980):

Am Großfeld konnte man weitere Erfolge erringen und als Wiener Meister 1970 stieg man in die Staatsliga auf, wo man im folgenden Jahr den Vizestaatsmeistertitel erringen konnte.

1970 war auch ein wichtiges Jahr für die Damensektion. Es wurde mit dem oftmaligen Meister Danubia fusioniert und so kam, gemeinsam mit ihrem Gatten Kurt, die damalige Rekordinternationale und Vizeweltmeisterin Ria Rychetzky zum Verein. Das war nicht nur für den Gewinn von etlichen Vizestaatsmeistertiteln der Damen von Bedeutung, ist doch Ria, mit ihrer Tochter Michaela bis heute die Seele des Damenhandballs in Atzgersdorf.

Im selben Jahr fand auch ein Wechsel in der Obmannschaft des WAT Atzgersdorf statt. Hans Lackner übergab das Amt nach 17 Jahren an Rudi Blazek, der ihn noch um ein Jahr übertreffen, bis 1988 Obmann bleiben sollte und auch heute noch als Ehrenobmann dem Verein verbunden ist.

Mit dem Ende des Feldhandballs wurde der Ruf nach einer Sporthalle im Bezirk als Heimstätte laut. In der Steinergasse wurde unter der Amtszeit von Bezirksvorsteher Hans Lackner eine Halle gebaut, die heute auch seinen Namen trägt. 1973 konnte sie eröffnet werden.

Die Herrenmannschaft, die zuvor in einem bis heute legendären und geschichtenumwobenen Aufstiegsturnier in Köflach in die Staatsliga B aufgestiegen waren, und die Damen, die in der Staatsliga sehr erfolgreich tätig waren, hatten endlich eine eigene Heimstätte.

In der Sporthalle Steinergasse wurde aber nicht nur Handball gespielt, sondern auch geturnt, Jazzgymnastik betrieben und Trampolin gesprungen.

In den 70er Jahren war die Turnsektion zeitweise die Sektion mit den meisten Mitgliedern beim WAT Atzgersdorf.

WAT Atzgersdorf ist Staatsligist und beginnt Nachwuchsarbeit (1980-2000)

Die Handball-Nachwuchsarbeit konnte mit den geschaffenen Möglichkeiten gezielter und strukturierter betrieben werden. Es wurden Trainingslager abgehalten und immer mehr Nachwuchmannschaften nahmen an den Bewerben des Wiener Verbandes teil. Diese Nachwuchsarbeit resultierte in einem ersten Jugendstaatsmeistertitel für die Mädchen 1980 und ist bis heute eine Säule der Tätigkeiten des WAT Atzgersdorf.

In den 80er-Jahren setzten sich die Erfolge der Nachwuchsmannschaften weiter fort. Viele Spielerinnen und Spieler der Kampfmannschaften kamen aus dem eigenen Nachwuchs. Sowohl die Damen-, als auch die Herrenmannschaft schafften nach dem Abstieg als Wiener Meister wieder den Aufstieg in die Staatsliga.

1988 gab es wieder einen Wechsel an der Vereinsspitze, Rudi Blazek gab das Amt an Christian Trummer und Hannes Gluttig weiter, die zuerst gemeinsam und Christian Trummer dann noch eine Amtsperiode alleine die Obmannschaft ausübten. Unter der Amtszeit des nächsten Obmanns Franz Schindler stellte der WAT Atzgersdorf zeitweilig die meisten Handballmannschaften österreichweit.

Es gab auch weitere Staatsmeistertitel bei den Mädchen als auch bei den Burschen zu feiern.

Nach Franz Schindler folgte mit Wolfgang Wiplinger ein bekannter Atzgersdorfer Name als Obmann. Er führte die Vereinsgeschicke für 4 Jahre und übergab schließlich an Harald Umreich die Obmannschaft von WAT Atzgersdorf.

WAT Atzgersdorf  baut Nachwuchsarbeit aus und........  (ab 2000)

Mit großem Engagment gelang es nun WAT Atzgersdorf die Nachwuchsarbeit noch weiter auszubauen und noch mehr Kinder und Jugendliche zur Sportausübung zu bewegen. Eine Folge daraus waren auch weitere Wiener und Staatsmeistertitel für unsere Nachwuchsmannschaften. Auch die Damenkampfmannschaft konnte große Erfolge feiern - eine Bronzemedaille in der Österreichischen Meisterschaft und mehrmalige Teilnahmen am Europacup zeugen von der Nachhaltigkeit der Erfolge im Nachwuchsbereich.

demnächst geht es hier weiter.........

 

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So. 22.10.2017 I 10:45 Uhr I MU16/2 - VERSCHOBEN!

WAT Atzgersdorf/2  -
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Spiel auf unbestimmte Zeit verschoben!
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So. 15.10.2017 I 18:30 Uhr I MU18

WAT Atzgersdorf - 

Fivers WAT Margareten

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Handball Wölfe Wien -

WAT Atzgersdorf

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12:26
(4:12)

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MGA Fivers - 

WAT Atzgersdorf

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11:22
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29:32
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WAT Fünfhaus Handball

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Union St. Pölten (Frauen) - 

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24:36
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Sa. 14.10.2017 I 16:45 Uhr I MU15/2

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4:9
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